1975

Kaktus gründet mit ihren Töchtern und deren Freundinnen und Freunden eine Wichtelgruppe in Gmünd. Bis zum Umzug ins Jugendhaus Gmünd treffen sich die Gruppen entweder bei Kaktus oder später auch in der mittlerweile abgerissenen Baracke in der Oberen Zeiselbergstraße.

1976

Nach der Fusion des Bund deutscher Pfadfinderinnen (BDP) und des Bund der Pfadfinder (BdP) zum Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) wurde der junge Stamm zu einem BdP-Stamm und die Wichtel zu Wölflingen.

1981

ist es dann auch in Waldstetten soweit: Die erste Meute in Waldstetten wird ins Leben gerufen.

1982

erreichen ca. 20 Wölflinge das Pfadfinderalter, es gibt die ersten Sippen und Gilden in Waldstetten. Untergekommen sind die Waldstetter Pfadfinder im ehemaligen Schulhaus Eisele. Die kleinen werden größer und es kommen neue Wölflinge nach: Der Stamm wächst.

1990

Der Stamm feiert sein 15-jähriges Jubiläum auf der Wiese neben der Stuifenhalle in Waldstetten. Die Aktion wird von den Bürgern gut angenommen. Man staunt nicht schlecht über die mit dem blaugelben Halstuch und den schwarzen Zelten. Ergebnis: Die Mitgliederzahl steigt stark an und pendelt sich auf ca. 110 Personen ein.

1991

Im Zeitraum von 1982 bis jetzt gibt es unter anderem einen steigenden Austausch mit der Pfadfindergruppe aus Barnsley. Kontakte werden geknüpft zu Pfadfinderinnen aus Irland.

1992

Anfang des Jahres wechselt die Stammesführung. Kaktus gibt ihr Amt an die nachgerückte jüngere Generation ab. Da in Waldstetten in einem Gruppenraum der Platz eng wird, arrangiert man sich mit dem Jugendraum  und erhält den Mittwochnachmittag als festen Termin für die Pfadfinder.
In Gmünd nutzt man das Dachgeschoss einer Wohnung, die einem Stammesmitglied gehört, und baut es in Eigenarbeit zum Gruppenraum mit Materiallager aus. Durch diese räumliche Möglichkeit steigt die Zahl der Mitglieder in Gmünd auf über 30 Personen an.

1993

Teilnahme am Bundeslager in Friedeburg/Marx mit Pfadfinderinnen aus der Gmünder Partnerstadt Barnsley, anschließender Familienaufenthalt mit Empfängern der Stadt Gmünd und der Gemeinde Waldstetten, sowie Ausflügen und Tagesaktionen.
Im Dezember verliert der Stamm sein Heim in Gmünd (Die Wohnung wird aufgegeben und der Dachboden steht deshalb nicht mehr zur Verfügung) und findet im Büro des Internationalen Vereins Unterschlupf. Heimatlos beginnt die Mitgliederzahl in Gmünd langsam zu sinken. Interessierte müssen abgewiesen werden, solange kein fester Raum zur Verfügung steht. Bedingt durch die Platznot müssen sich Gmünder Gruppen in Waldstetten treffen.

1994

Im April wird der Pfadfinderverein Einhorn (PVE) gegründet. Seit September ist er ein eingetragener Verein. Die Eltern im Stamm sehen die Notwendigkeit, die Jugendlichen in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen, z.B. im Umgang mit Behörden.
3.10.1994: Der Start zum Langzeitprogramm Luft – Erde – Wasser. Der Stamm setzt sich in allen Altersstufen mit dem Thema auseinander, will Umwelt wieder direkt erfahren und dadurch sensibel für die Ökosysteme werden.

1995

Im Juni feiert der Stamm mit einem Zeltfest vier Tage lang sein 20-jähriges Jubiläum. Kleinkunstdarbietungen, mittelalterliche Musik und Jazzmusik, der Märchenerzähler Salim Alafenisch und viele verschiedene Bastel- und Spielangebote machen dieses Ereignis zu einem besonderen Erlebnis.
Teilnahme am weltweiten Pfadfindertreffen (Jamboree) in Holland.

1996

Wieder geben sich die Einhörner die Ehre einzuladen, diesmal steht ein Jazzfrühstück auf dem Programm.
Teilnahme an der Bundesfahrt nach Schweden. Nachdem der Generationswechsel bei den Gruppenleitern immer weiter fortgeschritten ist, tritt ein neues Stammesführungsteam in die Startlöcher. Benni übernimmt das Amt des Stammesführers.

1997

Teilnahme am Bundeslager in Cottbus.

1998

Eine Hiobsbotschaft erreicht den Stamm: Wir müssen aus dem Heim in Waldstetten ausziehen. Wir fangen im Herbst schon an das neue Heim neben dem Rathaus zu renovieren.
Stammeslager in Lehnsan über 2½ Wochen im Sommer.

1999

Umzug in das neue Heim in Waldstetten. Nach langer Bauphase freut sich der Stamm endlich fertig zu sein.
Auch in Gmünd gibt es nach langer Suche endlich ein neues Heim: der Wasserturm.
Im Sommer nimmt der Stamm mit einer großen Zahl am Landeslager teil. Es gehen auch Einhörner auf das Jamboree in Chile.
LJ löst Benni als Stammesführer ab.

2000

Starke Teilnahme an der Bundesfahrt in Polen. Der Stamm feiert sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Elternwochenende in Raumünzach.

2001

Bundeslager in Westernohe: mit 40 Teilnehmern ist der Stamm stark vertreten.
Beim Singewettstreit in Bamberg belegen die Ranger/Rover den 1. Platz!
Nach nur zwei Jahren hört LJ als Stammesführer auf, Schwester löst ihn ab.

2002

Der Stamm unternimmt mit vier Fahrtengruppen und sehr vielen Rovern eine zweiwöchige Stammesfahrt nach Slowenien und Kroatien.

2003

Drei Einhörner nehmen am World-Jamboree in Thailand teil.
Im Sommer findet das Landeslager im Elsass statt. Wir nehmen mit sehr vielen Leuten teil und unsere Runde Eintopf organisiert das Pfadicafé. Die Sippen machen eine dreitätige Fahrt im Voraus. Während des Lagers gewinnt der Stamm den Singewettstreit und wird für seine Lagerglocke „bekannt“.

2004

In diesem Jahr macht der Stamm gleich mehrere Sommeraktionen. Die Pfadfinderstufe unternimmt eine zehntägige Fahrt mit Abschlusslager nach Tschechien, die Wölflinge haben ihr eigenes Sommerlager zum Bundeslangzeitprogramm „Hör’ma aus der Flaschenwelt“ und die Ranger und Rover fahren für zwei Wochen zu einer Jugendbegegnung nach Tutaev in Russland. 25 Einhörner nehmen am Bamberger Singewettstreit teil.
Das Waldstetter Heim wird vom Abendlager und von den Meutenführern teilrenoviert. Der Wasserturm muss nach neuen Brandschutzbestimmungen leider größtenteils leer geräumt werden.
Die Stammesführung wird von Schwester an Schnirk übergeben.
Woko kommt kurz nach ihrer Abreise in Bolivien bei einem tragischen Verkehrsunfall um ihr junges Leben. Der Stamm trauert.

2005

Zu Jahresbeginn wird eine neue Meute in der Klösterleschule eröffnet. Die neuen Wölflinge nehmen gleich begeistert an allen Stammesaktionen teil.
Im Juni feiert der Stamm mit einem fulminanten Festwochenende sein 30-jähriges Jubiläum! Die Höhepunkte waren ein sehr bunter AG-Nachmittag, der Jazz-Brunch und das Konzert das Liedermachers Erich Schmeckenbecher. Kaktus feiert auch ein Jubiläum: Sie ist 50 Jahre Pfadfinderin!
Im Sommer fahren 30 Einhörner auf das Bundeslager „Vineta“ in der Nähe von Wolfsburg, im Anschluss unternehmen die Ranger/Rover eine Fahrt nach Irland.

2006

Zu Pfingsten wandern zwei Fahrtengruppen durch Sachsen, im Sommer brechen wir zu einem Stammeslager ins internationale Pfadfinderzentrum Kandersteg auf.
Bei einer Aufsehen erregenden Öffentlichkeitsaktion auf dem Johannisplatz arbeitet der Stamm zum ersten Mal mit dem VCP aus Großdeinbach zusammen und sammelt Handabdrücke von Gmünder Passanten, sodass Straßenkindern aus Stuttgart eine große Spende zuteil wird.

2007

Pfadfinden wird 100!
An allen Scouting100-Aktionen nimmt der Stamm teil: Dieses Mal mit VCP und DPSG feiern wir in Gmünd gemeinsam den ThinkingDay mit einem Stadtspiel, fahren zum Kongress an die Uni Vaihingen, zur BdP-Feier ins Bundeszentrum Immenhausen, zu den Aktionstagen nach Berlin und zum Friedenslicht nach Stuttgart. Außerdem nimmt der Stamm am Landesjamboree in Bruchsal teil. An diesem einmaligen Jubiläumslager mit 6000 Teilnehmern sind viele Einhörner an verschiedensten Stellen sehr engagiert beteiligt, z.B. in der Werkstatt, im Café oder in der Lagerleitung. Wir richten als Titelverteidiger den Singewettstreit aus und unsere Meute kann in ihrer Gruppe gewinnen.
Nach dem Landesjamboree sind 14 russische Jugendliche aus Tutaev in unseren Pfadfinderfamilien zu Gast. Während der 14-tägigen Begegnung machen wir neben einem Zeltlager in Raumünzach viele Ausflüge und Wanderungen und knüpfen Freundschaften.
Im Herbst gibt Schnirk die Stammesführung an Tibou ab.

2008

Nach dem Trubel des Jubiläumsjahres besinnen sich die Einhörner wieder auf eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen: die Fahrt. Im Sommer reisen 15 Pfadfinder und R/R zusammen mit vier Gästen aus Tutaev nach Finnland und nehmen dort an der dreiwöchigen Bundesfahrt teil. Fast alle Sipplinge des Stammes sind dabei! So stellen wir ganze drei Fahrtengruppen der insgesamt gut besuchten Bundesfahrt. Für dieses Ereignis gibt es mehrere Vorbereitungsfahrten und auch ein Teil der Fahrtenkasse wird von den Teilnehmern durch Flohmarkt, Kuchenverkauf und Altpapiersammlung selbst verdient.

2009

Der Stamm ringt um seine Zukunft, da wegen großer Alterslücken viele Gruppenleiter fehlen. Die verbliebenen können jedoch mit Unterstützung von alteingesessenen Gruppenleitern die Sippen zu einer Gilde in Waldstetten zusammenlegen. Nach einem Überflug wird eine weitere Gilde in Waldstetten eröffnet, sodass der Stamm im Herbst wieder fünf Sippen zählt.
Im Sommer nehmen 26 Einhörner am Bundeslager „Seitenweit – schwarz auf grün“ in Buhlenberg teil. Danach reisen zwei Pfadfinder und vier Ranger/Rover für einen 10-tägigen Gastfamilienaufenthalt nach Tutaev, wo sie nach nun schon fünf Jahren Partnerschaft herzlich empfangen werden.

2010

Das 35-jährige Jubiläum wird mit einem großen Schwarzzeltfestival an der Stuifenhalle gefeiert, zu dem viele Gäste aus Waldstetten, Freunde aus dem Landesverband und sogar Jugendliche aus Tutaev zugegen sind. In unserer gigantischen Jurtenburg tritt die Band „Taxi Sandanski“ aus Karlsruhe auf, ein bunter AG-Nachmittag begeistert Jung und Alt und der leckere Jazz-Brunch lädt zum Schlemmen ein.
Die Sippen entwickeln sich gut unter den neuen Gildenführern und nehmen sehr zahlreich am Pfingstlager teil. Viele der älteren Sipplinge werden als Gruppenleiter angelernt. Leider muss am Ende des Jahres die Meute in Schwäbisch Gmünd geschlossen werden.
Acht Einhörner brechen im Sommer abermals nach Tutaev auf. Dieses Mal wird in einem Workcamp fleißig am dortigen „Haus der Freundschaft“ gebaut. Zwei Sippen unternehmen eine Sommerfahrt im deutsch-österreichischen Grenzgebiet. Vier Ranger/Rover nehmen am World Scout Moot in Kenia teil.
Im Herbst folgt Kowa auf Tibou als Stammesführer.

2011

Mit einer neuen Stammesaktion wird das junge Jahr gleich begeisternd begonnen: Rund 40 Einhörner, darunter auch viele Wölflinge und Kinder, bevölkern zum Musischen Wochenende das Schloss Ebersberg im Welzheimer Wald und residieren dort königlich, während sie sich beim Tanzen, Drucken, Basteln, Nähen und Singen der Muse hingeben.
Im Sommer nehmen 25 Einhörner am Landeslager in Hauenstein in der Pfalz teil, wo es unter dem Motto „La L’Atelier“ zehn Tage lang ebenfalls sehr künstlerisch zugeht. Der Stamm steuert das Lagerlied bei und richtet den Singewettstreit aus.
Im Herbst lädt der Stamm zum Landessippenhajk „Kaiser, König, Bettelmann“ ein. Insgesamt sieben Teilnehmergruppen wandern von Göppingen nach Waldstetten und lösen dabei unterwegs vielfältige Aufgaben. Siegreich ist eine Sippe des Stammes Sternfahrer.

2012

Auf Einladung der Pfadfindergruppe aus Greve aus dem dänischen Sjaelland nimmt der Stamm am nationalen Jamboree in Dänemark teil. Dort treffen sich 35.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus über 40 Ländern. Die verloren gegangene Erfahrung „echter“ Jamborees kann so aufgefrischt werden.
Der Stamm richtet die LDV an und in der Stuifenhalle aus und ist mit einer großen Jurtenburg auch im dritten Jahr in Folge im Ort gut sichtbar.
Im Herbst wird Andi als Nachfolger von Kowa als Stammesführer gewählt.

2013

Das Bundeslager „Weitwinkel findet im Bundeszentrum Immenhausen statt. Die Einhörner nehmen wie üblich im Unterlager des Landesverbandes Baden-Württemberg teil. Hier heißt das Motto „Rock’n’Troll“. Neben den vielen Lagerbauten, den gesammelten Rohstoffen und den wolligen Frisuren bleibt das Bundeslager 2013 vor allem mit seiner großen Hitze in Erinnerung.
Drei Ranger/Rover nehmen begeistert am World Scout Moot in Kanada teil. Im Lager ist leider nicht alles in Ordnung. Die wochenlange Nachtour entschädigt jedoch vieles.
Zum Jahresende verstirbt Kaktus, unsere Stammesgründerin. Mit Blick auf die riesige Trauergemeinde zeigt sich, wie vielen Generationen sie die Pfadfinderei prägte und den Weg ins verantwortungsbewusste erwachsene Leben ebnete.

2014

Die Sommerfahrt ist der große (vorläufige) Abschluss eines großen Projekts der RR-Stufe des Stammes. Für 3 Wochen ist eine Gruppe Einhörner auf dem selbstgebauten Boot „Kaktus“ auf der Donau unterwegs und legen dabei zwischen Kehlheim und Belgrad 1250 Flusskilometer zurück – ein unvergessliches Erlebnis!
Im Herbst übernimmt Kowa ein weiteres Mal die Stammesführung gewählt, der auch Andi als stellvertretender Stafü erhalten bleibt.

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